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The Last Dance


Jamie Pratt Photos

Damit das Fest nicht nur in Erinnerung bleibt, sondern auch im Herzen!


Als Betreiberin einer Hochzeitslocation habe ich es schon viele male miterlebt. Das Ende eines Festes. Verständlicher Weise macht man sich rund um den Anfang einer Hochzeitsfeier viele Gedanken. Warum denn nicht auch Gedanken um das Ende der Feier machen? Wenn es um den Start geht gibt es Fragen über Fragen die beantwortet werden wollen. Kommen die Gäste der Location schon vor uns (dem Brautpaar) an, während wir noch Bilder machen, oder fahren wir alle gemeinsam im Konvoi zum Ort der Feier? Soll es einen Sektempfang geben? Wenn ja, mit oder ohne Canapés? Wenn mit, wie hungrig werden die Gäste sein? Vielleicht starten wir aber auch als erstes mit dem Anschnitt der Torte und ganz klassisch mit Kaffee & Kuchen? Wird der Einlauf des Brautpaars zelebriert? Machen wir vor Eintritt in die Feierlocation erst einmal ein Gruppenbild am Eingang auf den Treppen? Es will an so viel gedacht sein! Fest steht, es gibt kein richtig und falsch. Alles ist ein feines Zusammenspiel vieler Faktoren. Fest steht aber auch, dass jede eurer Entscheidungen das Fest beeinflussen und gestalten. Warum ich denke, dass es Sinn macht bei der Planung auch an das Ende zu denken, erkläre ich hier. Wer kennt es und hat es auf anderen Feiern beobachtet? 2:30 Uhr am Morgen: Man kann es ihr ansehen, die Braut ist seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen. Styling, Anziehen, nichts vergessen... vielleicht in der Nacht vor Aufregung kaum geschlafen? Um Mitternacht haben sich die Gäste so richtig auf das kleine Mitternachtsbuffet gefreut. Davor und danach tanzt sie mit einigen Gästen ausgelassen. Der Bräutigam steht bei einem Drink mit seinen Kumpels auf der Terrasse und blickt immer wieder glücklich und verträumt nach ihr. Die Stimmung war bisher großartig. Das Brautpaar hat sich seit 1:00 Uhr immer wieder von Gästen verabschiedet, sich bedankt, gefreut, umarmt... Nachdem die meisten Gäste schon schon seit einer Stunde gegangen sind, ist nur noch ein sehr kleiner Teil der Hochzeitsgesellschaft da. Einige haben wohl etwas zu tief ins Glas geschaut, andere sind zwar müde, aber noch da. Die Füße vieler Damen schmerzen jetzt und es tanzen vielleicht nur noch 5 bis 10 auf der Tanzfläche. Weitere 5 bis 10 stehen auf der Terrasse und irgendwie ist alles vorbei und doch nicht vorbei. Wann war es eigentlich, das gefühlte Ende der Feier? Vor ein bis zwei Stunden?


Bitte versteht mich nicht falsch. Jedes Brautpaar hat seine ganz eigenen Vorstellungen von einer gelungenen Feier und das ist was zählt. Falls ihr also zu den Partylöwen gehört, die bis in die Morgenstunden durchhalten können und das an ihrem besonderen Tag auch wollen, dann braucht ihr hier nicht weiter zu lesen. Für alle die, die sich Fragen wie man ein Fest wie eine Hochzeit in einem festlichen Rahmen hält, ist die Frage die Antwort. Der Rahmen. viel Fingerspitzengefühl und Unterstützung der Trauzeugen. Es heißt nicht umsonst, wenn es am schönsten ist soll man aufhören. Naja, vielleicht nicht wenn es gerade am aller aller schönsten ist, aber nicht lange davon entfernt und ganz sicher spätestens in der darauf folgenden Flaute. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und es führen viele Wege nach Rom. Einer davon ist:


The Last Dance ist eine Antwort auf die Frage, wie man so einen Rahmen gestalten kann. Was ihr dazu braucht ist euer DJ und eure Trauzeugen. Die Idee ist die, dass ihr als Brautpaar ein letztes Mal gemeinsam tanzt. Vielleicht ein Stehblues? Was passt am besten zu euch und dem Lied, dass ihr dafür ausgesucht habt? Dieser Moment, der noch einmal ganz eurer Zweisamkeit gewidmet ist, sorgt für ganz besondere Bilder... Anmutig und im Wissen, dass der Kraftakt vollbracht ist, ist euch die Entspannung jetzt anzusehen. Egal, ob ihr diesen Moment in der Mitte, umringt von euren Gästen, die sich vielleicht schunkelnd um euch versammelt haben, oder ganz alleine im jetzt leeren Festsaal genießt. Er geht euch. Wie findet ihr eigentlich die Idee noch einen funkelnden Reigen unter dem Nachthimmel zu erleben? Holt die Kameras heraus, auch hier werden noch die besten Bilder und Videos gemacht!!! Danach findet die Verabschiedung statt. Ein jeder ist sich einig: schön wars! und geht glücklich beschwingt in die Nacht.


Mein Tipp: Wenn ihr den Last Dance plant, solltet ihr unbedingt euren DJ und eure Trauzeugen in eure Pläne einweihen, damit sie euch dabei unterstützen können. Gemeinsam, just in time stimmt ihr das Ende in der späten Stunde ab. Vielleicht macht ihr es gleich, vielleicht auch erst in einer 1/2 Stunde? Ihr könnt euch hier auf das Bauchgefühl von euch und ihnen verlassen. Überlegt euch am besten vorher, wie viele Gäste ihr bei dieser letzten Zeremonie dabei haben möchtet. Falls ihr Wunderkerzen auf euren Bilder möchtet, beachtet bitte den richtigen Umgang damit! Zur späten Stunde ist hier schnell ein Malheur passiert. Wunderkerzen zählen zu Pyrotechnik der Kategorie 1. Je größer, desto schöner, aber auch mit größerer Sorgfalt zu behandeln. Wenn ihr jemanden an der Tür platziert kann er die Spautzemännchen den Gästen auf ihrem Weg nach draußen in die Hand reichen und gleichzeitig darauf achten, dass auch kein Funkenstab wieder zurück wandert. Wenn das Brautpaar bereit ist, werden die Sterne entbrannt und geleiten die frisch Vermählten zum Anfang ihres gemeinsamen Weges nach dem wohl schönsten, gemeinsamen Tag.


Achtung: Wunderkerzen sollten auf gar keinen Fall im Bündel angezündet werden. Im Bund angezündet kommt es zu einer regelrechten Hitzeexposion die schnell zu Verbrennungen an Händen von demjenigen der den Strauß hält führen kann. Ausserdem brennen sie dann auch nicht schön langsam ab, sondern ungleich und schnell. Indoor leisten übrigens sogenannte Leuchtwedel (die man gut im Internet bestellen kann) hervorragend Dienst und sorgen für ein Leuchtmeer um das tanzende Hochzeitspaar.


Anja Wolfframm







In diesem Sinne,

mit funkelden Sternchen-Grüßen, Eure Anja




Bild von der wundervollen Jamie Pratt Photos

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